JAV von A bis Z

F wie Freistellungen

ABC für JAVen

F wie Freistellungen

Damit ihr als JAVen euren Aufgaben auch richtig gerecht werden könnt, habt ihr für eure Tätigkeit ein Recht auf Freistellung von der Ausbildungs- bzw. Arbeitszeit. Das regelt sowohl das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) (§ 65 Abs.1 in Verbindung mit § 37 BetrVG) als auch das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) (§ 62 in Verbindung mit § 46 Abs. 3 BPersVG), in den Landespersonalvertretungsgesetzen (LPersVG) gibt es vergleichbare Regelungen.

Voraussetzung für eine Arbeitsbefreiung ist, dass ihr eine JAV-Aufgabe durchführen müsst (z.B. eine JAV-Sitzung, eine Ausbildungsplatzbegehung, die JAV-Sprechstunde, eine Besprechung mit einem_r ver.di-Sekretär_in etc.) und dazu eine Arbeitsbefreiung erforderlich ist. Was erforderlich ist, entscheidet ihr als JAV – nicht der Arbeitgeber! Ihr müsst ihm auch nicht mitteilen, was ihr in der Freistellungszeit als JAV erledigt habt.

Wann ihr eurer JAV-Tätigkeit nachkommt, entscheidet ihr persönlich. Es empfiehlt sich dabei natürlich, den Ausbildungsablauf und Berufsschulzeiten zu berücksichtigen. Wenn ihr auch außerhalb eurer regulären Ausbildungs- bzw. Arbeitszeit als JAV tätig seid, muss euch der Arbeitgeber zeitnah einen Ausgleich in entsprechendem Umfang geben. Auf keinen Fall darf er euch aufgrund eurer JAV-Arbeit die Ausbildungsvergütung bzw. das Arbeitsentgelt kürzen.