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Rente, Klima, Jugendbeteiligung - Austausch mit Parteijugenden …

Rente, Klima, Jugendbeteiligung - Austausch mit Parteijugenden zu gesellschaftlichen Themen

2. Jugendpolitischer Dialog
Collage mit Eindrücken vom Jugendpolitischen Dialog Katharina Stierl Jugendpolitischer Dialog November 2016

Bereits zum zweiten Mal hat die ver.di Jugend ihren Jugendpolitischen Dialog ausgerichtet. Zusammen mit Vertreter_innen der Jugendverbände von CDU, FDP, Grünen und SPD diskutierten junge Gewerkschafter_innen vor allem zu den Themen Rente und Klima. Die politischen Forderungen und Positionen waren dabei sehr unterschiedlich.

Bei Rente reichte die Spannweite vom liberalen Bürgergeld der FDP zur staatlichen Rente für alle, in die auch Beamt_innen und Selbstständige einzahlen sollen, die vorrangig von SPD und Grüne vorgetragen wurde. Um so erstaunlicher war, dass wir dennoch Gemeinsamkeiten gefunden haben: der Wandel der Arbeitswelt braucht Veränderung in der Rentenpolitik. Diese können wir - trotz aller Differenzen nur zusammen gestalten. Kompromisswille war deutlich erkennbar. Besonders deutlich wurden aber die Unterschiede zwischen den Parteien: Selbstvorsorge und private Absicherung auf der einen und existenzsicherende, steuerfinanzierte Rente auf der anderen.

Ähnlich divers lief die Diskussion zu Klima und Umwelt ab. Hier liegen die Differenzen bei der Frage zum Atom- und Kohleausstieg, was auch in ver.di in den letzten Jahren hart diskutiert wurde, und auch bei Fragen zum Umgang mit Ressourcenknappheit, ökologischer Verkehr und Förderung und Forschung neuer Technologien. Optimistisch stimmt uns, dass alle Parteien erkannt haben, dass ein weiter so in Bezug auf den Klimawandel auf keinen Fall der richtige Weg ist.

Der dritte Themenkomplex Jugendbeteiligung soll einen eigenen Termin bekommen. Die Zeit war zu knapp, um hier zielgerichtet einen Austausch zu gestalten. Verabredet wurde sich auf einen Jugendbeteiligungsgipfel, der gemeinsam ausgerichtet werden soll. Wir bleiben da dran!

Als Fazit ist zu sagen, dass der "politische Einheitsbrei" der so oft als Eindruck vorherrscht, gar nicht so einheitlich ist. Die Bundestagswahlen sind entscheidend für die nächsten Jahrzehnte und deshalb ist es wichtig, dass wir uns - als Wähler_innen - deutlich mit den Programmen und Forderungen der Parteien beschäftigen, Unterschiede deutlich machen, aber am Ende eines nie vergessen, nämlich Kompromisse zu schließen.

Der nächste Jugendpolitische Dialog findet im Januar 2017 statt.