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Bildung

Bildung

Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft, die Grundlage für das Ergreifen von Chancen und die Eröffnung von Perspektiven. Vom Kindergarten bis zur Berufs- und Hochschule werden die Grundlagen geschaffen, um erfolgreich an unserer Lebens- und Arbeitswelt zu partizipieren. Doch auch nach dem Ende der formalen schulischen Laufbahn und Berufsausbildung bleiben wir Lernende, die stets mit dem Anspruch konfrontiert sind, sich ein Leben lang weiterzubilden. Wir leben heute in einer Wissensgesellschaft und gerade im Hinblick auf die sich massiv verändernde Arbeitswelt – bspw. durch die Digitalisierung – werden Wissen, qualifizierte Kompetenzen und Fachkenntnisse immer wichtiger.

Wir setzen uns daher dafür ein, dass die Zugänge zu Bildung für alle gesichert sind. Aktuelle Erhebungen zeichnen ein ernüchterndes Bild: Noch immer gibt es in Deutschland Millionen junger Menschen, die keinen Berufs- oder Studienabschluss haben und gegenwärtig nicht oder nicht mehr im Bildungssystem sind. Gleichzeitig gibt es in Deutschland noch immer einen engen Zusammenhang zwischen dem sozialen Status des Elternhauses sowie dem Bildungserfolg und dem späteren Einkommen. Dem müssen wir weiter entgegenwirken. Ein wichtiger Faktor sind die mit Bildung verbundenen Kosten. Wir setzen uns daher für kostenfreie Bildung ein. Die Gebühren für Kindergärten und andere Formen der Kinderbetreuung sind abzuschaffen, Schul- und Studiengebühren lehnen wir ab. Bildung muss für jede Person diskriminierungsfrei zugänglich sein, unabhängig vom finanziellen, kulturellen oder sozialen Hintergrund des Elternhauses. Die entsprechende finanzielle Unterstützung durch den Staat – wie bspw. Berufsausbildungsbeihilfe und BAföG – müssen gestärkt werden.

Institutionell erwarten wir eine ausreichende finanzielle Ausstattung aller Bildungseinrichtungen in unserem Land. Dazu gehören neben infrastrukturellen Voraussetzungen (bspw. Gebäude, technische Ausstattung) auch ein ausreichender Schlüssel an Fachpersonal in Kindergärten, allgemein- und berufsbildenden Schulen, Ausbildungszentren und Hochschulen. Die Betreuungsschlüssel und Klassenteiler sind weiter zu verbessern. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, dass schon heute zahllose Stellen im Sozial- und Erziehungsbereich auf Grund des fehlenden Fachpersonals kaum noch besetzt werden können. Entsprechend müssen gerade diese Berufe eine weitere Aufwertung erfahren, um junge Menschen für einen Sozial- oder Erziehungsberuf zu begeistern.

Nach dem Abschluss einer Berufsausbildung oder eines Studiums endet die Bildungslaufbahn der meisten Menschen jedoch nicht. Um dem hohen und weiter wachsenden Qualifizierungsdruck gerecht zu werden, fordern wir die Möglichkeit von bezahlten Bildungsfreistellungen für alle Kolleg*innen. Auf diese Weise kann nicht nur weiterführendes Fachwissen erworben, sondern auch die politische Bildung sowie das Ehrenamt in unserem Land gestärkt werden. Gewerkschaften, Tarifverträge und die Sozialpartnerschaft müssen wieder ein wichtigerer Teil in den Lehrplänen und im Unterrichtsgeschehen darstellen. Die Präsenz von Gewerkschaften an Schulen – bspw. durch Projekttage oder Informationsstände – muss von der Ausnahme zur Regel werden.