Wahlen

Nachhaltigkeit

Fair, mobil und nachhaltig!

Nachhaltigkeit

Ein großer Teil der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik und des gegenwärtigen Konsumverhaltens beuten unsere Umwelt systematisch aus und zerstören Lebensräume nachhaltig. Angesichts einer steigenden Weltbevölkerung und den beginnenden Auswirkungen des Klimawandels fordern wir eine Abkehr von dieser Entwicklung. Um unseren Planeten nicht nur für uns, sondern auch für alle nachfolgenden Generationen zu erhalten und sowohl unsere Bedürfnisse, als auch die aller nachfolgenden Menschen decken zu können, fordern wir ein systematisches Umdenken in allen Lebensbereichen.

Verschmutzung

Um unsere Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten und wiederherzustellen, müssen wir die Umweltverschmutzung drastisch verringern. Dazu gehört neben dem Ausstoß von klimaschädlichen Gasen auch die ganz alltägliche Belastung unserer mittelbaren und unmittelbaren Umwelt mit Abfall.

Die kontinuierliche – ggf. staatlich gesteuerte – und schnelle Verringerung von Einweg- und Plastikverpackungen muss dabei eine wesentliche Rolle spielen. Gleichzeitig ist ein Umsteuern in der Wirtschaftspolitik notwendig, um nachhaltiges, umweltverträgliches Handeln attraktiver zu machen und Umweltschädigungen mit empfindlichen Kosten zu verbinden. So kann es gelingen, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Erfolg untrennbar miteinander zu verbinden. Dazu gehört nicht zuletzt auch die gezielte und wirksame Internalisierung externer Kosten, bspw. von Umweltbelastungen oder Lärm in den Wertschöpfungszyklus und ggf. hohe Strafen bei schwerwiegenden Verstößen.

Aufklärung zu mehr Nachhaltigkeit

Gleichzeitig muss eine gezielte Aufklärung und Beteiligung dafür sorgen, dass die Menschen in unserer Gesellschaft bewusster konsumieren. Die Auswirkungen des eigenen Konsums und die Bedeutung des alltäglichen Handels müssen deutlicher gemacht werden. Zudem darf nachhaltiges, umweltverträgliches Konsumieren keine Luxusbeschäftigung sein, sondern muss auch mit geringem Einkommen – ggf. durch staatliche Förderung – problemlos möglich werden.   

Gesundheit

Einen großen Teil unserer wöchentlichen Zeit verbringen wir auf Arbeit und können damit eine gesunde Lebensweise nur bedingt selbst gestalten. Darum sollen Beschäftigte und Arbeitgeber*innen gemeinsam auf eine gesunde, nachhaltige Lebensweise achten und so auch im Arbeitsleben ermöglichen.  

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement unter einer starken Beteiligung der Beschäftigten soll dafür sorgen, dass gesunde Lebensweisen, mit viel Bewegung, gesunder und nachhaltiger Ernährung sowie gesundheitsfördernden und -erhaltenden Arbeitsbedingungen, ermöglicht und verbessert werden. Dies erwarten wir für Arbeitnehmer*innen in jedem Alter. Die individuelle sowie eine grundsätzliche Arbeitsplatzgestaltung nach aktuellen, ergonomischen und arbeitswissenschaftlichen Grundsätzen, ebenso wie gesunde, lokale und nachhaltige Angebote in den Betriebskantinen, können dabei nur ein Anfang sein.

Energie

Ohne Energie ist unsere gegenwärtige Gesellschaft undenkbar – egal ob Wärme, Elektrizität oder Wasserversorgung – ohne sie käme unser Leben zum Stillstand. Genau wegen dieser zentralen Rolle und des stetig wachsenden Bedarfes, muss ein Wandel zu einem umweltfreundlicheren Energiemix stattfinden. Kohlverstromung und Atomstrom müssen, zugunsten von Wind-, Solar- und Wasserkraft, aufgegeben werden. Die betroffenen Kolleg*innen müssen aktiv seitens der Arbeitgeber*innen und der Politik unterstützt werden, um einen gesicherten Übergang in mindestens gleichwertige Arbeitsverhältnisse sicherzustellen. Individuelle, ganzheitliche Konzepte für betroffene Regionen stellen dabei sicher, dass die Abkehr von umweltschädlichen Energiearten eine gesamtgesellschaftliche Bereicherung darstellt.

Verkehr

Verkehr ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits ist er Lebensader für die Wirtschaft, verbindet Menschen und ist zugleich realisierte menschliche Mobilität. Andererseits ist er nach wie vor einer der größten Umweltverschmutzer, verursacht Lärm und ist in weiten Teilen wenig auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Doch genau das muss unser Ziel sein: Wir müssen Mobilität für alle Menschen gewährleisten – und das mit so wenig Verkehr und damit so nachhaltig, wie möglich.

Das vorrangige Ziel muss darum sein, Verkehr zu vermeiden und gleichzeitig Mobilität zu gewährleisten – einkommensunabhängig. Dies gilt sowohl für die Stadt, als auch den ländlichen Raum und sollte mit so wenig Umweltbeeinträchtigungen wie möglich stattfinden. Die noch immer starke verkehrspolitische Ausrichtung auf Automobilität soll beendet werden. Dazu muss vor allem dem Fuß- und Radverkehr eine stärkere Bedeutung beigemessen werden. Interdisziplinäre Aspekte wie stadträumliche Nähe und durchmischte Stadtstrukturen müssen grundsätzlich mitgedacht werden. Vor allem im städtischen Raum soll sich der Fokus vom Besitz, hin zur Verfügbarkeit eines Verkehrsmittels für jede*n ändern. Ob durch attraktiven ÖPNV, Shared-Mobility oder andere Angebote: Besitz soll nicht mehr die maßgebliche Größe für Mobilität sein.

Wo Verkehr nicht vermieden werden kann, muss eine Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsträger stattfinden. Bestehende umweltfreundliche Alternativen sind stärker als bisher zu unterstützen. Dazu muss im Fernverkehr – auch international – die Attraktivität des Verkehrsträgers Schiene nachhaltig gestärkt werden: durch eine wesentlich verbesserte Infrastruktur, ein besseres Verkehrsangebot, ein Ende der ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen Straße, Luft und Schiene und aktive, starke politische Anreize zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene – im Wirtschafts- und Personenverkehr. Im Personennahverkehr muss dem Umweltverbund aus Fuß-, Rad- und ÖPN-Verkehr eine zentrale Bedeutung zukommen und die Notwendigkeit und der Anreiz von motorisiertem Individualverkehr wesentlich verringert werden. Zusätzlich müssen politische Anstöße dafür sorgen, dass auch der nahräumliche Wirtschaftsverkehr umweltfreundlicher wird – durch neue Technologien, Mobilitätsarten und Strukturen.

Um all das zu ermöglichen, muss die Forschung im Bereich der nachhaltigen Mobilität – insbesondere im Hinblick auf technische, verkehrliche und raumplanerische Aspekte – wesentlich intensiviert werden und aktuelle Forschungserkenntnisse stärkeren Eingang in politische Entscheidungen finden.